Bullen bleiben gefragt – Holsteinkälber halten den Kurs
Bullen gefragt
Auf den norddeutschen Nutzviehmärkten können sich die Anbieter von männlichem Schlachtvieh auch weiterhin freuen. Schlachtreife Partien sind wirklich gesucht, Partien, die angeboten werden, finden schnell Interessenten und schließlich auch Käufer. Allerdings wachsen die Bäume auch nicht in den Himmel. An den Kursen möchten Schlachtunternehmen nur sehr ungern drehen, da scheinen den Schlachtern die Hände gebunden. Gut, Ihr habt Recht: gebunden ist relativ. Aber letztlich scheint es wohl doch so zu sein, dass die Fleischseite in Sachen Preise kräftig mauert. Denn noch sind die Verbraucher nicht oder nur eingeschränkt bereit, höhere Preise für Steak, Braten und Rouladen zu bezahlen. Und es ist noch offen, in welchem Rahmen Verbraucher ihre Portemonnaies öffnen werden, um sich für die Vorweihnachtszeit und für die Feiertage mit guter Ware einzudecken. Folglich sind höhere Preise für gute Schlachtbullen derzeit noch ein echter Poker auf ein gutes Weihnachtsgeschäft.
Kuhpreise steigen nicht mehr
Höhere Preise lassen sich auf den norddeutschen Märkten für Schlachtkühe derzeit nicht mehr durchsetzen. Die Märkte sind ausreichend versorgt. Die angebotenen Tiere werden zügig aufgenommen. Die Verarbeiter benötigen Fleisch für die Produktion von Nahrungsmitteln. Das Angebot an Schlachtkühen hat zuletzt wieder leicht zugenommen. Warten wir ab.
Männliche Holsteinkälber nicht billiger
Holsteinkälber halten sich gut im Preis. Dies ist in der aktuellen Jahreszeit unüblich, denn aktuell werden – für die Saison üblich – besonders viele Kälber geboren. Gute Qualitäten werden oftmals noch einmal besser bezahlt als in der Vorwoche. Und selbst die leichteren Qualitäten können das erreichte Preisniveau verteidigen. Woran liegts? Nun, die Zahl der Milchkühe ist zuletzt wieder merklich gesunken. Zudem hat die Blauzungenkrankheit wohl doch für eine nennenswerte Verknappung an Kälbern gesorgt. Und auf der Seite der Nachfrage? Nun, die Schlachtbullen werden derzeit gut bezahlt. Und da scheinen die Perspektiven weiterhin gut zu sein.
Uwe Scheper
CATTLE.de









