Nach der angespannten Versorgung im Frühjahr hat sich der deutsche Eiermarkt deutlich beruhigt. Saisonbedingt schwächt sich die Nachfrage ab, während das Angebot steigt. Die Erzeugerpreise geraten unter Druck. Dennoch bleibt der Markt wegen Geflügelpest und regionaler Engpässe anfällig für kurzfristige Preisbewegungen.
Moin!
Wie Ihr ja wisst, schreibe ich regelmäßig Marktberichte für Wirtschaftsinformationsdienste und landwirtschaftliche Fachblätter. Von daher macht es ja Sinn, auch hier auf meiner „Home, sweet Home“-Seite mal einige Informationen für Euch anzubieten.
Zu Jahresbeginn „Hoch“
Gerade habe ich mir mal die Eiermärkte angeschaut, die Entwicklung ist interessant. Im Frühjahr konnten die Hühner ja kaum so viele Eier legen, wie sie nachgefragt wurden. Die Kurse zogen schon recht kräftig an, Eier hatten in den Augen wieder einen richtigen Wert. Ich kenne einige Leute, die darüber nachgedacht hatten, ob sie in einen neuen Hühnerstall mit viel Tierwohl investieren sollten. Aber nun haben sich die Dinge umgekehrt.
Angebot wächst, Kurse kippen
Das Angebot an Eiern hat sich deutlich verbessert, parallel dazu ist die Nachfrage der Verbraucher nach Eiern doch kräftiger zurückgegangen als erwartet. Es ist heiß, die Leute sind im Urlaub und angeblich spekulieren auch die Verarbeiter von Eierwaren auf noch weiter fallende Kurse. Nun wurschtelt sich der Markt durch sein Sommerloch. Wie ich höre, sind die Preise für Eier der Handelsklasse M seit Beginn des Jahres um 25% zurückgegangen.
Wird bald wieder besser
Nun höre ich auf der anderen Seite aber auch, dass einige Discounter gar nicht daran denken, die Preise für Eier zu senken. In wenigen Wochen beginnt das neue Schuljahr und dann werden Eier sowohl in der Verarbeitung als auch in den Gemeinschaftsverpflegungen – Stichwort: Schulverpflegung – und schließlich auch im Discounter wieder verstärkt gefragt sein. Folglich sind die Märkte überzeugt, dass in Kürze wieder mehr Schwung ins Ei kommt.
Warten wir ab.
Auf bald
Uwe
(cattle)









