Moin in die Runde!
Nach wie vor drückt der Krieg am Persischen Golf tüchtig auf die Stimmung. Energie hat sich verteuert und das merken wir an allen Ecken und Enden. Im Ernst, es ist doch irre, wo überall – direkt oder indirekt – Energie „drin“ ist. Ich habe da mal bei Viehhändlern nachgefragt und die haben nur gestöhnt – Diesel, Heizöl. Nun gut, gestöhnt wird immer, aber letztlich sind diese Kosten da und letztlich wird man sehen, ob Verbraucher bereit sein werden, zumindest temporär höhere Preise für Braten, Schnitzel und Paprika zu bezahlen. Und man muss sehen, in welchem Rahmen die Rechnung von Landwirten bezahlt werden muss.
Das gilt aktuell ja auch für den Bereich der Kunstdünger. In letzter Zeit macht es deshalb richtig Spaß, bei Spaziergängen auf dem platten Land mit anderen Menschen über etwaige Güllegerüche zu sprechen. „Wie gut, dass wir die Gülle haben. So können wir die Pflanzen ernähren, unabhängig von den globalen Krisen“ … es ist schon interessant, wie die Sympathiewerte für das „braune Gold“ in diesen Stunden steigen. Da kann man wirklich ein paar Punkte sammeln.
Ich hoffe auch, dass Verbrauchern klar wird, welchen Stellenwert die heimische Landwirtschaft hat. Aber das können wir ja auch mal zu einem späteren Zeitpunkt beschnacken.
Gut, kurz einige Informationen über die Marktlage.
Schlachtbullen und Schlachtkühe
Hier im Norden sind Schlachtbullen nicht sonderlich gefragt. Die Kurse sind nach wie vor recht hoch, da haben es die Schlachtunternehmen schwer, das hohe Kursniveau auf die rote Seite zu überwälzen. Je höher der Kurs, desto geringer die Chance, größere Mengen in der Breite abzusetzen. Und die höheren Energiekosten sowie die Verunsicherung sorgen dafür, dass das Geld zunächst mal lieber auf dem Konto oder im Geldbeutel bleiben. Na, warten wir ab. Schlachtkühe werden nach wie vor zügig verhandelt und in Richtung Schlachtband vermarktet. Sicherlich würden sich die Schlachtunternehmen freuen, wenn man hier etwas auf den Kurs drücken könnte. Aber Schlachtkühe bleiben knapp und nun, bei steigenden Temperaturen haben Rinderhalter oft die Möglichkeit, ihre Tiere auf die Weide zu stellen, wenn ihnen die Kurse zu niedrig sind.
Schwarzbunte Kälber
Die Preise für diese Tiere geben noch einmal nach. Je nach Qualität wird mit Preisabschlägen im Raum von -10,00 Euro gearbeitet. Kräftiger sind abermals die Kursabschläge für Kreuzungskälber, hier ist ein Minus von 50,00 Euro im Spiel. „Die waren in letzter Zeit wirklich zu teuer“, kommentiert ein Viehhändler aus Niedersachsen, … nun gut, diese Einschätzung wird von anbietenden Milchviehhaltern wohl nicht durchgängig geteilt.
Absetzer in Niedersachsen
Die Masterrind hat in der vergangenen Woche im niedersächsischen Verden eine Absetzerauktion durchgeführt. 764 Tiere wurden versteigert, vor allem die guten Charolais- und Limousinkreuzugen erzielen weiterhin Spitzenpreise. Und besonders gut gefragt waren weibliche Kreuzungen.
https://masterrind.com/de/news-uebersicht/absetzer-auktion-verden-09-04-2026
Schlachtschweine
Das ist alles stabil, am Mittwoch wurde der Basispreis der VEZG bei 1,70 Euro bestätigt. Mäster sind genervt von der Situation und wollen höhere Preise, aber diese lassen sich im Lebensmitteleinzelhandel noch nicht durchsetzen. Oooookay, wenn wir jetzt endlich mal gutes Grillwetter hätten und das gerne auch bis Mitte Juni, dann könnten wir im Rahmen eines vollkommen anderen Marktumfeldes diskutieren. Dann würden die Grills und auch die Grille angeschmissen werden und dann liefe auch der Absatz mit den üblichen Grillschnitten auf Hochtouren. Schauen wir.
Ferkel stabil
Abermals stabil, die Kurse für die Lütten hängen ja immer mehr oder minder direkt an den Entwicklungen an den Märkten für Schlachtschweine.
Diesel bleibt Spielball
Tja, das bleibt spannend. Zuletzt ging es für die Preise an der Zapfsäule ja leicht bergab. Abwarten, die iranische Regierung, der Trump und auch der Netanjahu sind wirklich schwer zu kalkulieren.
Holzpellets
Sicherlich gibt es eine Korrelation zwischen den Preisen für Holzpellets und denen von Heizöl. Ich habe gerade mal einige „über den Daumenpreise“ der vergangenen Monate (Abnahme von 6 Tonnen).
Dezember 2025: 397,46 Euro/t, Januar 2026: 405,33 Euro/t, Februar 2026: 422,73 Euro/t, März 2026: 419,20 Euro/t und April 2026: 405,11 Euro/t.
Auf bald
Uwe
(cattle)









