Moin!
Ich bin ja schon etwas länger auf den Aktienmärkten unterwegs und gucke auch immer mal auf die Agraraktien. Also, damit meine ich z.B. die Aktien von Landtechnikherstellern, der Agrarchemie oder den Herstellern von Kunstdüngern. Diese Aktien sind keineswegs langweilig und vielleicht können wir als Agrarier davon profitieren, dass wir die relevanten Märkte und auch die konkreten Produkte dieser Anbieter besser kennen als irgendein Latte Macciato-Broker an der Wallstreet … okay, kleiner Scherz 🙂 .
Aber selbst der Agrarier ist nicht vor Übel gefeit. Vielleicht kennt Ihr ja die Aktie des Düngemittelherstellers Yara. Die Firma ist mir irgendwann mal über den Weg gelaufen und ich dachte mir „Jooo, ein wenig kann man ja mal machen“. Gut, gesagt, getan, der Markt ist spannend, zudem handelt es sich bei Yara um ein norwegisches Unternehmen (Heiligenschein: „Norwegen ist bestimmt gut irgendwie“) und dann wurde mein Enkelkind auch noch Jara genannt. Wenn das keine wichtigen Gründe sind, um sie eine Aktie zu kaufen.
Gut, ich habe diese Aktie echt lange gehalten und irgendwie kam die nicht so recht zu Potte. Und wenn sie dann mal anstieg, war ich gerade nicht in einer sonderlichen Verkaufsstimmung. Na, und so dümpelten Yara und ich für einige Jahre eher impulslos auf den Märkten.
Und nun kommt`s: Vor einigen Wochen brauchte ich etwas mehr Liquidität und ich blätterte mal etwas durch mein Depot. Und dann fiel das Urteil aus Yara: „You gotta leave this Place“. Na, und so ging die Aktie und es kam etwas Geld aus das Verrechnungskonto. Dummerweise fiel meine Entscheidung kurz VOR der Entscheidung von Donald Trump, den Iran zu bombardieren. Ihr ahnt es … im Februar erhielt ich ca. 40 Euro/Aktie, heute Morgen wird das Papier mit 50 Euro/gehandelt. Tja, Herr Kollege …
Nun gut, aber wer soll es denn ahnen. Man steckt halt nicht drin. Und Ihr habt Recht … es gibt durchaus Schlimmeres, selbst an den Aktienmärkten.
Bis zum nächsten Bericht.
Uwe
(cattle) … das ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung, höchstens eine Portion Tagebuch.









